SeniorenZentrum Offenbach

Der Einrichtungsbeirat im Haus der Pflege

Bindeglied zwischen Bewohner und Heimleitung

 

01-10_0998Der Einrichtungsbeirat ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Gremium. Im Heimgesetz unter §10, Absatz 1 wird klar definiert: „Die Bewohnerinnen und Bewohner wirken durch einen Heimbeirat in Angelegenheiten des Heimbetriebs wie Unterkunft, Betreuung, Heimordnung, Verpflegung und Freizeitgestaltung mit.“ Ergänzend dazu regelt die Heimmitwirkungsverordnung u. a. den Ablauf der Wahl, die Amtszeit sowie die Geschäftsführung.

Wahlberechtigt und wählbar sind die Bewohnerinnen und Bewohner des Heimes, deren Angehörige, sonstige Vertrauenspersonen der Bewohnerinnen und Bewohner, Mitglieder von örtlichen Seniorenvertretungen und von örtlichen Behindertenorganisationen sowie von der zuständigen Behörde vorgeschlagene Personen. Der Heimbeirat wird für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Einmal im Monat trifft sich das Gremium zur Besprechung mit der Heimleitung.

Auszüge aus einem Interview mit der bis 2012 amtierenden Vorsitzenden des Einrichtungsbeirats (damals noch Heimbeirat):

Frau Wagner: „Wie erging es Ihnen während Ihrer Amtszeit?“

Frau Dietrich: „Ich empfand die Tätigkeit im Heimbeirat als große Bereicherung. In den Sitzungen mit der Heimleitung, dem Koch und anderen Mitarbeitern des Hauses konnte man einen Einblick hinter die Kulissen des SeniorenZentrums erhalten. Man hat viel über die gesetzlichen Auflagen und Richtlinien, sowie auch über die Probleme erfahren. Es waren immer sehr offene Gespräche. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Leitung irgendetwas verheimlicht. Alle Themen wurden gleichwertig behandelt und ernst genommen. Alle waren sehr nett. Die Tätigkeit hat mir sehr viel Spaß gemacht.“

Frau Wagner: „Was für Aufgaben haben Sie wahrgenommen?“

Frau Dietrich: „Gemäß dem Heimgesetz sind die Heimbeiräte das Bindeglied zwischen den Heimbewohnern und der Heimleitung. Wenn Fragen und Probleme an uns herangetragen wurden, haben wir diese in den Sitzungen thematisiert. Wobei ich immer die Haltung gegenüber den Bewohnern und Angehörigen vertreten habe, dass man die Fragen und Probleme dort klären soll, wo sie entstanden sind. Nämlich mit dem Pflegepersonal.“

Frau Wagner: „Ich weiß, dass Sie es sich zur Aufgabe gemacht haben, die neuen Heimbewohnerinnen und -bewohner zu begrüßen.“

Fr. Dietrich: „Ja, das ist richtig. Ich finde es wichtig, den Heimbeirat vorzustellen. In diesem Zusammenhang entstanden immer sehr nette Gespräche. Ich habe den Kontakt dann regelmäßig gehalten. Darüber hinaus habe ich es als meine Aufgabe gesehen, die Mitarbeiterinnen des Betreuungsdienstes bei ihren Festen, Feiern und Ausflügen zu unterstützen. Außerdem haben sich die Heimbeiräte im Rhein-Main-Gebiet zwei bis drei Mal im Jahr getroffen. Die Einladungen erfolgten immer über das Versorgungsamt in Frankfurt. Unser Heimbeirat nahm an diesen Treffen je nach Thema teil.“

Frau Wagner: „Was würden Sie einem Neumitglied mit auf den Weg geben?“

Frau Dietrich: „Für mich ist hier alles gut gelaufen. Neue Mitglieder haben bestimmt auch andere Ideen. Auf alle Fälle sollen sie Eigeninitiative zeigen.“

Frau Wagner: „Konnten Sie mit ihrem Gremium etwas bewegen?“

Frau Dietrich: “Die Frage ist nicht einfach zu beantworten.“

Frau Wagner: „ Laut Heimgesetz haben Sie ja nicht nur eine beratende Funktion. Zu verschiedenen Themen müssen Sie auch ihr Votum abgeben.“

Frau Dietrich: „Das ist richtig. Man hat dadurch den Heimalltag aufmerksamer beobachtet, da man ja nicht nur Besucher war. Bewegt haben wir in der Hinsicht etwas, dass wir die Heimleitung für viele Themen sensibilisiert und somit ‚gezwungen‘ haben, näher hinzuschauen.“

Frau Wagner: „Wie war die Zusammenarbeit mit der Heimleitung?“

Frau Dietrich . Die Zusammenarbeit war sehr gut. Bei allen Themen wurden wir ernst genommen. Die Heimleitung war mit uns immer bemüht, eine Lösung zum Wohle aller Heimbewohner zu finden!“

Frau Wagner: „Gibt es ein Erlebnis aus Ihrer Amtszeit, was Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?“

Frau Dietrich: „Es sind mir viele Erlebnisse in Erinnerung geblieben. Vor allem die gemeinsamen Feiern mit den Bewohnern. Das Personal bemüht sich immer sehr darum, dass die Bewohner eine schöne Zeit miteinander verbringen. Wenn man in die Gesichter der Bewohner sieht, sieht man ihre Dankbarkeit. Das berührt mich immer wieder. Deshalb werde ich auch nach meiner Heimbeiratstätigkeit den Kontakt zum SeniorenZentrum nicht aufgeben. Und die Mitarbeiterinnen weiterhin bei ihren Veranstaltungen und Ausflügen unterstützen. Es leben hier ganz viele Menschen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind!“

Frau Wagner: „Einen besseren Abschluss hätten wir für das Interview gar nicht finden können. Danke an dieser Stelle für Ihr Engagement. Wir wünschen Ihnen alles, alles Gute!“

 

Seit Juli 2018 vertreten folgende Mitglieder Ihre Interessen im Einrichtungsbeirat:

  • Herr Florian Raape (Vorsitzender),
  • Frau Anneliese Malyssek (stellv. Vorsitzende),
  • Frau Elfriede Schneider
  • Herr Helmut Lohmüller
  • und Frau Walburga Schwarze

Wir wünschen dem Gremium gute Ideen und immer einen kritischen Blick auf den Heimalltag!

 

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